Zahnlexikon 2018-05-29T15:07:34+00:00

ZAHNLEXIKON

Aesthetische Zahnheilkunde., Oberbegriff für alle zahnärztlichen Maßnahmen, die zur Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes der Zähne beitragen. z. B. :

Alveolarfortsatz, knöchernes Fundament für die Zahnwurzeln, Teil des Kieferknochens. Bildet sich mit dem Entstehen eines Zahnes, nach Zahnverlust bildet er sich wieder zurück.

Alveolarkamm, Kieferkamm; erhöhte Leiste des zahnlosen Kiefers.

Alveolarkammatrophie, Abbau des Kieferknochens nach Zahnverlust.

Alveole, Zahnfach der Zahnwurzel (lat. kleine Mulde, Wanne)

Amalgam, Legierungen des Quecksilbers mit Metallen zum Füllen von Zähnen. Als bewährtes Füllungsmaterial wegen seiner einzigartigen Eigenschaften, ist es jedoch aufgrund seines Quecksilberanteils in die Kritik geraten. Gesundheitliche Schäden durch Amalgam konnten durch wissenschaftliche Studien bislang nicht eindeutig erbracht werden. Viele Zahnärzte sind deshalb zu Amalgamalternativen wie Kunststofffüllungen oder Gold-, Keramik-Inlays übergegangen.

Ambulant, Untersuchung und Behandlung in der Sprechstunde, ohne stationäre Aufnahme, im Gegensatz zur stationären Behandlung.

anallergisch, keine Allergie aufweisend

Anamnese, Vorgeschichte des Kranken. Art, Beginn und Verlauf der Beschwerden, die der Arzt im Gespräch mit dem Patienten erfragt.

Anatomie, Wissenschaft und Lehre vom Bau der Körperteile und seiner Organe.

Antibiotika, Stoffwechselprodukte von verschiedenen Bakterien, Pilzen und Pflanzen. Das Antibiotikum tötet bakterielle Krankheitserreger ab oder hemmt dessen Wachstum.

Anämie, „Blutarmut“, Mangel an Hämoglobin und/oder Erythroz. im Blut

Anästhesie, Empfindlosigkeit gegen Schmerz,- Temperatur- und Berührungsreize infolge einer Störung des Nervensystems, oder als erwünschtes Ergebnis einer Narkose, bzw. Lokalanästhesie (örtliche Betäubung). Meist ist das Ausschalten des Schmerzempfindens mit Betäubungsmitteln bei Operationen oder schmerzhaften Untersuchungen gemeint.

Arterie, Schlagader, pulsierendes Blutgefäß, das das Blut vom Herzen wegführt.

Artikulation, Unterkieferbewegungen bei Zahnkontakt (Öffnen, Schließen, Vor- und Seitwärtsbewegung, besonders beim Kauen) oder Bildung der Worte.

Asepsis, Keimfreiheit. Alle Maßnahmen zur Verhütung einer Infektion mit Mikroorganismen, z.B. bei der Operation, durch Händedesinfektion, Desinfektion des Operationsfeldes, Tragen von Mundschutz.

Backenzahn, auch Molar oder Prämolar genannt.

Beschleifung, Bearbeiten der natürlichen Zähne, um daran künstlichen Zahnersatz zu befestigen.

Betäubung, Künstlich herbeigeführte Schmerzausschaltung bei Operationen und schmerzhaften Untersuchungen. Bei örtlich begrenzter Betäubung spricht man auch von Lokalanästhesie.

Bleaching, Bleichen (=Aufhellen) der natürlichen Zähne. Professionelles Bleaching wird in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Mittlerweile gibt es aber auch verschiedene Produkte, die der Patient zu Hause anwenden kann. Diese Bleaching-Produkte sind zwar billiger, aber meist nicht so wirksam.

Blutdruck, Druck des strömenden Blutes der auf die Wände der Blutgefäße ausgeübt wird. Gemeint ist gewöhnlich der Druck in den Arterien. Dauernd erhöhte Werte nennt man Hypertonie, dauernd erniedrigte Werte Hypotonie.

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt

Brackets, an Zähnen befestigte Kunststoff- oder Edelstahlelemente zum Anlegen einer Drahtkonstruktion -> feste Zahnspange

Brücke, Festsitzender, nicht herausnehmbarer Zahnersatz, um eine kleinere Zahnlücke zwischen zwei Zähnen zu schließen. Die Brücke wird auf den beschliffenen, noch vorhanden Zähnen befestigt.

CMD, Craniomandibuläre Dysfunktion. Der Begriff CMD kommt von „Cranium“ (Schädel), „Mandibula“ (Unterkiefer) und „Dysfunktion“ (Fehlfunktion). CMD bezeichnet die Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, bedingt durch Funktionsstörungen der Zähne, der Kiefergelenke und der Kiefermuskulatur.

Compliance, Einwilligung des Patienten dem zahnärztlichen Rat zu folgen und seine Bereitschaft die Therapie zu unterstützen.

Computer-Tomografie, das Röntgenverfahren, das durch rechnerische Aufbereitung der (von einer Röntgenröhre gemessenen) Strahlung die Darstellung in Schnittbildern erlaubt. Neue Geräte schaffen auch dreidimensionale Darstellungen. Die Untersuchung ist sehr genau und erfordert lediglich ein wenig Zeit und Geduld. Das Röntgen des Kopfes erfolgt im Liegen. Langsam wird der Körper mit einem Untersuchungstisch nach vorn bewegt, bis der Kopf in der ringförmigen Röhre liegt. Während der Untersuchung wird der Tisch ganz langsam Schritt für Schritt weiterbewegt. Bei jedem „Stopp“ wird ein Querschnitt von wenigen Millimetern aufgenommen. Die Bilder werden im Anschluss ausgewertet. Auf Mehrfachabbildungen sieht man millimetergenaue „Schichtaufnahmen“ des Kopfes.

Deckprothese, partielle Prothese, deren Form und Ausdehnung einer Totalprothese entspricht, die jedoch noch an wenigen Restzähnen befestigt ist.

Defektprothese, Prothese, die neben dem Ersatz von Zähnen auch Defekte im Kiefer- und Gesichtsbereich decken kann.

Dentin, Zahnbein

Dentition, Zahnung. Der erste Durchbruch (Milchzähne) ist in der Regel bis zum Ende des 2. Lebensjahres abgeschlossen. Der zweite Durchbruch (bleibendes Gebiß) erfolgt vom 6 – 12. Lebensjahr, mit Ausnahme der Weisheitszähne, die vom 16. Lebensjahr an durchbrechen können.

Desinfektion, Abtötung von Erregern (Keime, Bakterien, Viren, Pilze) übertragbarer Krankheiten.

Diabetes, Blutzuckerkrankheit, Stoffwechselkrankheit, bedingt durch eine Funktionsschwäche der Bauchspeicheldrüse (Insulinmangel). Es kommt zu Blutzuckererhöhung, Zuckerausscheidung im Harn, Durst, große Harnmengen, Gewichtsabnahme trotz gesteigerter Nahrungsaufnahme, Mattigkeit und Kraftlosigkeit, Neigung zu Hautkrankheiten und Juckreiz.

Diagnose, Erkennung, Benennung und Abgrenzung eines Krankheitsbildes gegenüber anderen.

Dysfunktion, Funktionsstörung

Dysgnathie, Oberbegriff für alle fehlerhaften Entwicklungen des Kauorgans, z.B. Zahnstellungs- und Kieferanomalien.

Eckzahn, stehen als Eckpfeiler des Zahnbogens etwa in Höhe des Mundwinkels.

Ekzem, oberflächliche Hautveränderungen, Erkrankungen der Epidermis

Embolie, Verstopfung eines Blutgefäßes durch mit dem Blutstrom transportierte Partikel.

Enossales Implantat, Implantat das innerhalb des Kieferknochens liegt.

Extensionsbrücke, Freiendbrücke, Brücke, die nur auf einer Seite befestigt wird.

Extensionsimplantat, Implantat, das nicht die Form einer Schraube, eines Stiftes oder Zylinders hat, sondern eine nicht rotationssymmetrische Ausdehnung.

Extraktion, das Entfernen von Zähnen und Wurzeln.

Extraorales Implantat, enossales Implantat außerhalb des Mundes zur Verankerung von Epithesen. Epithese: individuell modelliertes Ersatzstück aus Kunststoff zur Deckung von Oberflächendefekten insbesondere im Gesicht; besteht meist aus einer starren und einer weichbleibenden Schicht.

Fraktur, Knochenbruch.

Freiendbrücke, Festsitzender Zahnersatz mit einem frei endendem Brückenglied. Diese Variante wird gewählt, wenn der zu ersetzende Zahn keinen weiteren Nachbarzahn mehr hat.

Freilegung von Implantaten, Nach der Einheilzeit wird bei einer zweizeitigen Implantation der Implantatkopf von der bedeckten Schleimhaut befreit und freigelegt (Freilegungsoperation). Anschließend kann das Implantat prothetisch mit der Krone oder Brücke versorgt bzw. die Prothese befestigt werden.

Frontzahn, Schneide- und Eckzähne des Ober- und Unterkiefers im Frontbereich.

Gingiva, Zahnfleisch, bedeckt den Kieferknochen und umschließt den empfindlichen Zahnhals.

Gingivitis, Zahnfleischentzündung. Auslöser ist in der Regel eine vernachlässigte Zahn- und Mundpflege, sowie Erkältungskrankheiten, bei denen es zur Schwellung, Rötung und Blutung des Zahnfleisches kommen kann.

Haftmittel, Mittel in Pulver- oder Pastenform, die die Prothesenhaftung am Kiefer verbessern.

Herpes, Bläschenflechte, gutartige Haut-, Halbschleimhautentzündung.

Hygiene, Gesundheitslehre, Die persönliche Hygiene erstreckt sich vor allem auf die Körperpflege. Prophylaxe und Vorbeugung sind ein wesentlicher Teil der Hygiene.

Hyperdontie, Überzahl bzw. Vermehrung von Zähnen oder zahnähnlichen Gebilde, können alle Zahngruppe betreffen.

Hypertonie, erhöhter Blutdruck

Hypnose, schlafähnlicher Zustand mit eingeengter Bewusstseinstätigkeit, wird auf suggestivem Wege herbeigeführt.

Implantatbelastung, Krafteinwirkung auf ein Implantat.

Implantatbettpräparation, Aufbereitung des knöchernen Lagers eines Implantats im Alveolarfortsatz.

Implantate, Implantate bestehen aus Titan, das wie körpereigenes Gewebe angenommen wird. Implantate werden in die Zahnlücke gesetzt und bilden eine stabile Basis für die neuen Zähne. Sie funktionieren wie natürliche Zahnwurzeln.

Implantateinbringung, Implantatinsertion.

Implantateinheilung, Einheilzeit, Zeitraum in der der Kieferknochen mit dem Implantat verwächst.

Implantatentfernung, Explantation, kann bei einer permanenten therapieresistenten Entzündung am oder um das Implantat (Periimplantitis), bei Lockerung, bei chronischen Nervschmerzen (z.B. Neuritis des N. mandibularis inferior) erforderlich werden.

Implantatform, äußere Form eines Implantates, es haben sich die schraubenförmigen Implantate gegenüber den blattförmigen durchgesetzt.

Implantatfraktur, Mechanischer Defekt am Implantatkörper.

Implantatfreilegung, nach der Einheilzeit wird bei einer zweizeitigen Implantation der Implantatkopf von der bedeckten Schleimhaut befreit und freigelegt (Freilegungsoperation). Anschließend kann das Implantat prothetisch versorgt werden, d.h. der neue Zahn befestigt werden.

Implantatinsertion, kieferchirurgischer Eingriff; Vorgang des Einsetzens eines Implantates.

Implantation, Einbringen eines Implantats in den Körper bzw. Kieferknochen.

Implantatknochenverbund, Histologische Verankerung des Implantates im Knochen.

Implantatlockerung, durch Abbau in der Umgebung des Implantates bilden sich horizontale, vertikale und zirkuläre Knochentaschen, meist infolge mangelhafter hygienischer Reinigung durch den Patienten, aber auch durch Fehl- und Überbelastungen der Suprakonstruktion beim Kauvorgang, selten auch durch technische Konstruktionsfehler.

Implantologie, Lehre von der

Indikation, Heilanzeige, der Verlauf der Krankheit zeigt den weiteren Behandlungsablauf an.

Inlay, hochwertige Füllung aus Gold oder Keramik zum Füllen von Seitenzähnen. Im Gegensatz zu plastischen Füllungsmaterialien, wie z. B. Kunststoff oder Amalgam, die sofort nach dem Ausbohren des Zahnes eingebracht werden können, werden Inlays in der Regel im zahntechnischen Labor angefertigt und in einer zweiten Sitzung eingeklebt. Der Zahn wird zwischenzeitlich mit einem Provisorium versorgt.

Interdentalraum, Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen der gleichen Zahnreihe.

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Karies, Zerstörung der Zahnhartsubstanzen, Zahnfäule = Zerstörung von Zahnschmelz unter Mitwirkung von Bakterien, die im Zahnbelag zu finden sind. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige, sorgfältige Mundhygiene dienen der Vorbeugung von Karies.

Kaufunktion, dient der Nahrungszerkleinerung und Einspeichelung des Bisses. Die Nahrung wird mit den Schneide- und Eckzähnen abgebissen und mit den Backenzähnen zerkleinert. Die Kaumuskulatur ermöglicht die Kaubewegung des Unterkiefers. Tausende von Schleimdrüsen in der Mundschleimhaut und die Speicheldrüsen sorgen für die Einspeichelung der Nahrung. Die Zunge bildet einen Reibeapparat für die erste Nahrungszerkleinerung. Die Verdauung beginnt in der Mundhöhle. Daher ist es sehr wichtig, dass das Gebiss aus geschlossenen Zahnreihen besteht.

Keramik, wird zur Herstellung individueller Kronen und Brücken verwendet. Keramik zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit und Verträglichkeit aus.

Kieferknochen, Ober- und Unterkiefer, Ober- und Unterkiefer sind Knochen des Gesichtsschädels, die die Zähne tragen. Der Unterkiefer ist der einzige bewegliche Knochen des Gesichtsschädels.

Knirschen, unbewusste, mahlende Bewegung des Ober- und Unterkiefers gegeneinander. Tritt besonders nachts auf und kann zu schwerer Schädigung der Zähne, sowie des Kiefergelenkes führen.

Knochenabbau, durch fehlende Zähne wird der Kieferknochen nicht mehr belastet. Die Folge: er bildet sich zurück.Es fehlt Knochensubstanz um anschließend Implantaten genügend Halt zu geben. Bei Patienten mit zu geringem Knochenvolumen, wird die Knochensubstanz durch Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial wieder neu aufgebaut.

Knochenersatzmaterial, Der menschliche Knochen kann sich bis zu einem gewissen Punkt selbst regenerieren, d. h. Knochenmasse nach bilden. Mit Knochenersatzmaterialien wird dieser Prozess unterstützt, indem ein Knochendefekt/ Hohlraum (hervorgerufen durch Trauma, Krankheit oder chirurgischem Eingriff) aufgefüllt wird. Das Knochenersatzmaterial liegt meist in Form kleiner Kügelchen (Granulat) vor. Man unterscheidet zwischen: Eigenknochen, der an anderer Stelle des eigenen Körpers (zum Beispiel Mundhöhle oder Beckenkamm)des Patienten entnommen wird. Biologische Herkunft: Knochenersatzmaterial – Knochen, der zum Beispiel Kühen oder Schweinen entnommen und gereinigt, aufgearbeitet und sterilisiert wird. Synthetische Herkunft: Knochenersatzmaterial, das künstlich hergestellt wird.

Knochenregeneration, Knochenneubildung. Erst bindegewebig weich, später durch Kalksalzeinlagerung und Knochenneubildung hart. Ein örtlicher Bluterguß fördert die Gewebsneubildung.

Kronen, die natürliche Zahnkrone ragt aus dem Zahnfleisch frei in die Mundhöhle und besteht aus Zahnschmelz. Ist die natürliche Zahnkrone stark zerstört, wird sie durch eine künstliche ersetzt.

Kunststofffüllung, Füllungsmaterial aus Kunststoff für Front- und Seitenzähne. Im Seitenzahnbereich kommen Materialien zum Einsatz, die durch Zusätze wie z. B. Quarz- oder Keramikpartikel mechanisch belastbarer gemacht wurden. Derartige Füllungen können ähnliche Haltbarkeiten erreichen wie Amalgam und werden deshalb häufig als Amalgamalternativen verwendet.

Kürettage, Ausschaben, bzw. auskratzen mit einem scharfen „Löffel“ – der Kürette. Mit diesem scharfen Instrument werden fest anhaftende Ablagerungen, sowie erkranktes Gewebe zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch entfernt. Dient zur Erhaltung des Zahnhalteapparates und somit den Zähnen.

Lachlinie, Verlauf des Oberlippenrandes beim Lachen.

Laserbehandlung, der Laser wird in der Zahnmedizin vor allem bei der Zahnfleischbehandlung eingesetzt. Erkrankungen des Zahnfleisches kommen bei vielen Patienten vor und führen häufiger zu Zahnverlust als Karies. Konventionelle Therapiemaßnahmen sind aber oft für Patienten recht beschwerlich und mit Schmerzen verbunden.

Lokalanästhesie, Ausschaltung des Schmerzempfindens an der zu behandelnden Stelle, der Patient behält das Bewusstsein.

Marginaler Knochenschwund, periimplantärer Knochenschwund als unerwünschte Begleiterscheinung (Nebenwirkung) der Implantation.

Milchzähne, bilden bis zum 6. Lebensjahr die Bezahnung des Kleinkindes

MKG-Chirurg, Arzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Molar, Backenzähne, Mahlzähne. Ihre breite, mehrhöckerige Kaufläche eignet sich besonders zum Zermahlen der Nahrung.

Molarenbereich, Bereich der Mahlzähne (Molaren); dagegen sind die Prämolaren die beiden Zähne zwischen Eckzahn und den Molaren.

Mundbatterie, bezeichnet den „Batterieeffekt“, der zustande kommt, wenn unterschiedliche Metalle in der Mundhöhle in Berührung kommen (z. B. Amalgam und Gold). Der sehr gut leitende Speichel ermöglicht einen minimalen Stromfluss, der unedlere Metalle (z. B. Quecksilber aus Amalgam) im Mund freisetzen kann.

Mundbodenplastik, zur Verbesserung für den Halt einer totalen Unterkiefer-Prothese durch Tieferlagerung des Mundbodens.

Narkose, Schlaf bzw. Betäubung; Je nach Schwere des Eingriffs und Schmerzempfinden des Patienten stehen unterschiedliche Narkoseverfahren zur Auswahl. Ob lokale Betäubung, Sedierung oder Vollnarkose, Ziel ist eine stressfreie Behandlung und kaum spürbare Eingriffe.

Okklusion, Verschluss; Kontakt der Zähne des Ober- und Unterkiefers.

OP-Mikroskop, Das Operationsmikroskop kommt in der Mikrochirurgie zum Einsatz. Es ist ein Mikroskop mit 6- bis 40-fache Vergrößerung. Diese übersteigt die Leistung einer Lupenbrille.

Oralchirurgie, chirurgische Eingriffe, die nur den Mundraum bzw. die Mundhöhle, die Zähne und den Kiefer betreffen.

Osseointegration, Prozess wenn der Kieferknochen mit dem eingesetzten Implantat verwächst.

Osteogenese, Knochenbildung, Knochenentstehung

Palatum, Gaumen; Dach der Mundhöhle.

parodontal, neben bzw. um den Zahn befindlich

Parodontitis, die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie wird durch Bakterien verursacht, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Werden diese nicht durch Bürsten oder Reinigung mit Zahnseide entfernt, bildet diese Substanz (Plaque) einen harten, höckerigen Belag (Zahnstein) auf den Zähnen. Mit der Zeit kommt es zur Rötung, Schwellung und Blutungsneigung des Zahnfleisches. Wird dies nicht behandelt, kann diese Entzündung die Fasern, die die Zähne mit dem Kieferknochen verbinden, zerstören und im weiteren Verlauf zum Knochenabbau führen. Ohne Fasern und Knochen beginnen sich die Zähne zu lockern und gehen möglicherweise verloren. Um diesen Prozeß zu stoppen ist eine spezielle Behandlung notwendig.

Parodontologie, Lehre von den Erkrankungen des Zahnhalteapparates.

Parodontose, Nichtentzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Zeigt bei langsamen Verlauf allmählich Sichtbarwerden der Zahnwurzeln, Berührungs- und Temperaturempfindlichkeit des Zahnhalses. Ursachen: Gestörter Zusammenbiß der Zahnreihen, schlechte Füllungen, Zahnstein, schlecht sitzender Zahnersatz, Störungen im Vitamin- und Hormonhaushalt, Stoffwechselstörungen.

Plaque, Bakterieller Zahnbelag.

Prognose, Vorhersage, Beurteilung des zu erwartenden Krankheitsverlaufes.

Prothese, in der Zahnmedizin: Ersatz für verlorene Zähne.

Prothetik, die Wiederherstellung des Gebisses durch Ersatz. Sammelbegriff für die Möglichkeiten zur Wiederherstellung der geschlossenen Zahnreihe und somit der Kaufähigkeit durch z.B. künstliche Zahnkronen, Brücken oder einer herausnehmbaren Prothese.

Prämolaren, vordere Backenzähne

Pulpa, Zahnmark: füllt das Innere des Zahnes voll aus.

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Retrograde Wurzelfüllung, der Wurzelkanal wird von der Wurzelspitze aus gefüllt, nachdem die Wurzelspitze operativ freigelegt wurde.

Roll-Lappentechnik, chirurgische Technik zur Ausnutzung überschüssigen Gewebes.

Rückbiss, Distalbiss; beim Rückbiss liegt die untere Zahnreihe im Verhältnis zu der oberen zu weit hinten.

Röntgenaufnahme, Röntgenstrahlen werden zum Durchleuchtung des menschlichen Körpers benutzt. Auf Röntgenbildern können beispielsweise Knochenbrüche, Geschwülste, Herz- und Lungenkrankheiten erkannt werden.

Schaltlücke, Fehlen eines oder mehrerer Zähne innerhalb einer Zahnreihe; die Lücke ist immer von Zähnen begrenzt.

Scherenbiss, Bissform bei der die Schneidezähne scherenförmig übereinandergreifen. Überbiss oberer Schneidezähne über ein Drittel der unteren.

Schleihmhautgetragene Prothese, Prothese, deren Basis der Schleimhaut aufliegt.

Schleimhaut, Zarte, gefäßreiche, Schleim absondernde Auskleidung von Hohlorganen im Körper z.B. in Nase, Mund, Lunge und Verdauungskanal.

Schneidezahn, Frontzahn.

Sedierung, Dämpfung von Schmerzen

Sinuslift, die Bezeichnung für einen chirurgischen Eingriff in der Zahnmedizin. Der Boden der Kieferhöhle (=Sinus) wird operativ angehoben und der darunter entstehende Freiraum mit Eigenknochen und/oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Der Eingriff erfolgt in der Regel, um im Oberkiefer ein ausreichendes Knochenvolumen für das Einsetzen von Implantaten zu bekommen.

Sofortimplantation, Implantation unmittelbar nach Zahnverlust.

Stationäre Behandlung, Behandlung erfolgt im Krankenhaus, das Gegenteil von

Steg, dient als Halte- und Stützelement für eine herausnehmbare Teilprothese. Er ist aus Metall, stabförmig und wird zwischen zwei Zahnkronen befestigt. Die Teilprothese rastet auf dem Steg ein.

Sterilisation, Die Sterilisation soll Instrumente und Materialien von lebenden Mikroorganismen befreien. Viren, Sporen und Mikroorganismen werden abgetötet.

subgingival, unter dem Zahnfleisch bzw. Zahnfleischrand am Zahn gelegen.

Teilprothese, wird sowohl festsitzend als auch herausnehmbar eingefügt. Sie besteht aus einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis in die Kunststoffzähne in der Position der fehlenden Zähne verankert werden und so eine Zahnreihe bilden.

Titan, silberweißes hochwertiges Metall; Titan hat sich als biologisch besonders verträglich erwiesen. Es wird wie körpereigenes Gewebe angenommen. In der Zahnmedizin wird es aufgrund seiner hohen Festigkeit und Beständigkeit als Grundmaterial für Implantate verwendet.

Transplantation, Verpflanzen von Gewebe, z.B. Haut, Knochen, Organe, etc.

Trauma, Verletzung, Wunde die durch äußere Einwirkung entstanden ist.

Ueberbiss, Stellung oberer Frontzähne zu den unteren, wenn Schneidezähne der oberen Front über Schneidezähne der unteren greifen.

Uvula, Gaumenzäpfchen

Validität, inhaltliche Genauigkeit, Tauglichkeit eines Testverfahrens.

Veneers, hauchdünne Keramikschalen, die nach bearbeiten des natürlichen Zahnschmelzes zur Verbesserung der Ästhetik auf die sichtbare Frontfläche von natürlichen Zähnen geklebt werden.

Verbundbrücke, Brücke, die natürliche Zähne und Implantate miteinander verbindet.

Vollprothese, Totalprothese

Weichgewebsmanagement, chirurgische Technik für eine funktionelle und ästhetische Ausformung des Weichgewebes.

Weisheitszähne, die Weisheitszähne stehen bei vielen Menschen nicht innerhalb der Zahnreihe und können daher Ursache für verschiedene Beschwerden und Erkrankungen sein.

Wurzelkanalbehandlung, bei dieser Art von Behandlung wird ein entzündeter oder abgestorbener Zahnnerv freigelegt oder entfernt. Der Hohlraum im Inneren der Zahnkrone und der Wurzel, in dem sich zuvor der Nerv befunden hat, wird anschließend mit speziellen Materialien aufgefüllt.

Wurzelspitzenresektion, Wurzelspitzenamputation, operativer Eingriff an der Zahnwurzel.

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Zahnersatz, Ersatz für verlorene Zähne, Lücken werden mit künstlichen Zahnkronen, Brücken oder Prothesen wieder geschlossen.

Zahnextraktion, Entfernung eines Zahnes

Zahnfleisch, bedeckt den Kieferknochen und umschließt den Zahnhals.

Zahnhals, der Zahnhals verbindet die Zahnkrone mit der Zahnwurzel und wird vom Zahnfleisch umschlossen.

Zahnkrone, sichtbarer, in die Mundhöhle ragender Teil des Zahnes.

Zahnpflege, Karies entsteht durch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und ein Loch entstehen lassen. Diese Säuren bilden sich, wenn Bakterien im Mund Essensreste „verdauen“. Vorallem Zucker dient als Bindemittel, durch das sich die Bakterien an die Zähne anheften. Es bildet sich zusammen mit Nahrungsresten und Speichelbestandteilen der sogenannte Zahnbelag (Plaque). In und unter der Plaque erfolgt hauptsächlich die Säurebildung. Um Zahnfäule (Karies) vorzubeugen, ist regelmäßige, gründliche Zahnpflege notwendig. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten zur Zahnbelag-Entfernung: Zahnbürste/Zahnpasta, Zahnzwischenraumbürste, Munddusche, Zahnseide, Zahnpflegekaugummis und zusätzlich ein- bis zweimal im Jahr eine professionelle Prophylaxe-Behandlung beim Zahnarzt.

Zahnschmelz, Oberste Schicht der Zahnkrone

Zahnstein, Ablagerungen an den Zähnen. Er begünstigt die Erkrankung des Zahnhalteapparates. Seine Entfernung ist daher eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen des Zahnfleischs.

Zahnwurzel, Nichtsichtbarer Teil des Zahnes, der im Zahnfach des Kieferknochens verankert ist.

Zyste, Eine Zyste ist ein durch ein Epithel (Häutchen) mit einer dünnen Weichteilhülle ausgekleideter abgeschlossener Gewebehohlraum, der mit einer Flüssigkeit (z. Bsp. Gewebswasser, Blut oder Eiter) gefüllt ist.

Zähne, der Zahn ist zusammengesetzt aus Zahnkrone und Zahnwurzel. Beides wird durch den Zahnhals verbunden. Die Zahnkrone ragt es aus dem Zahnfleisch hervor und bildet mit den anderen Zahnkronen das Gebiss. Sie besteht aus Zahnbein und ist mit Zahnschmelz überzogen. Der Übergang der Zahnkrone in die Zahnwurzel wird vom Zahnhals gebildet. Er ist vom Zahnfleisch umgeben. Die im Kieferknochen liegende Zahnwurzel besteht aus Zahnbein und Zement. Jeder Zahn hat eine Zahnhöhle (Pulpahöhle), sie enthält das gallertartige Zahnmark (Pulpa). Durch ein Loch an der Spitze der Wurzel treten Nerven und Gefäße in das Zahnmark ein und sind für die Zahnversorgung zuständig.